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Führung durch das Kolumba-Museum PDF Drucken E-Mail

Die von Maren Jackwerth als stellv. Landesverbandsvorsitzende des Verbandes deutscher Unternehmerinnen (VdU) Rheinland am 27. Juli 2011 organisierte Veranstaltung "Führung durch das Kolumba-Museum" war ein voller Erfolg.

 

Ein besonderes Erlebnis

Erwartungsvoll standen 20 Mitglieder des VDU Rheinland an einem frühen Abend Ende Juli vor einem asketischen Bau mitten in der Kölner Innenstadt. Eine exklusive Führung durch KOLUMBA, das Kunstmuseum des Erzbistums Köln, stand auf dem Programm. Der von außen schon sehr ausgefallene Bau, den der Schweizer Architekt Peter Zumthor auf und um die im Krieg zerstörten Ruinen der Kirche St. Kolumba herumgebaut hat, birgt in seinem Inneren wertvolle Kunstschätze, die jedes Jahr aufs Neue in außergewöhnlichen Inszenierungen präsentiert werden.

Einer der vier Kuratoren des Museums, Dr. Marc Steinmann, hatte sich bereit erklärt, die Gruppe durch das bereits für den Besucherverkehr geschlossene Museum zu führen. Es herrschte eine wunderbare Stille. In den großzügig geschnittenen, nur karg ausgestatteten Räumen konnten die Blicke ungestört schweifen. Zunächst ging es in den Südturm, einen sehr hohen Raum mit der Akustik einer alten Kirche. Hier stand in der aktuellen Ausstellung „Noli me tangere – berühre mich nicht“ ein Flügelaltar aus dem 15. Jahrhundert mit der Pfingstszene in der Mitte, der Skulpturengruppe „Die Gefäße meines Körpers“ von Heinz Breloer von 1982 gegenüber. Im Dialog mit den Zuhörerinnen ließ Steinmann die Beziehung entstehen, die die Kuratoren zwischen Kunstwerken sehen, nachvollziehbar und sehr erhellend.

Im Lesezimmer, einem angenehm gestalteten Raum mit Holztäfelung und bequemen Sesseln erläuterte Steinmann dann das Thema des „Noli me tangere“. Daraus entwickelte sich ein lebhaftes Gespräch zwischen ihm und den Teilnehmerinnen. Nicht wirklich wohlfühlten sich einige im nun folgenden Raum: Im Nordturm ist ein Zimmer des Ateliers der Kölner Künstlerin Krimhild Becker originalgetreu aufgebaut worden, ein Sammelsurium, das den Tod in zahlreichen Spielarten (von Plastiktotenköpfen über ausgestopfte Vögel bis hin zu düsteren Gemälden) zeigt – ein beeindruckender Kontrast zu den ansonsten so exponiert präsentierten Ausstellungsobjekten. Ein völliger Gegensatz dann im so genannten „Armarium“, einer mit schwarzem Samt ausgekleidete Schatzkammer, in der die Kostbarkeiten des alten Kirchenschatzes von St. Kolumba erstrahlen. Andächtige Stille erfasste die Besucherinnen, die Erklärungen des Kurators zu einzelnen Preziosen brachten erstaunliche Details zutage.

Ihren Abschluss fand die Führung in der überbauten Ausgrabungsstätte mit der integrierten Kapelle von Gottfried Böhm. Hier treffen Vergangenheit und Gegenwart sehr unmittelbar aufeinander: die Reste eines römischen Hauses, die Ruinen von St. Kolumba, und der Neubau, der auf den Mauern der alten Kirche aufgesetzt ist - ein denkmalpflegerisches Wagnis, das viele Diskussionen und ein Ringen zwischen Architekt, Kuratoren und Auftraggebern gebraucht hat, wie Steinmann in seiner Erzählung der Entstehungsgeschichte des Museumsneubaus (eröffnet 2007) deutlich machte.

Beeindruckt von der besonderen Atmosphäre des Museums und der souveränen Führung durch den Kurator, verließen die Mitgliedsfrauen des VDU Rheinland nach gut eineinhalb Stunden das Museum, um das Gesehene bei einem geselligen Abendessen nachklingen zu lassen.

 

Dorothee Mennicken, KLARTEXT Köln